Mehr Infos

Oktober 2025 – 31. Januar 2026

Ausstellung

Die Künstlerkolonie Willingshausen in der Schwalm – Gemälde und Graphik

In dieser Ausstellung sehen Sie Highlights aus der Sammlung der Vereinigung „Malerstübchen Willingshausen“. Erzählt wird die Geschichte der Künstlerkolonie von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Gemälde, Graphiken und historische Fotos geben Einblicke in das Leben und Schaffen vor Ort – von Schwälmer Trachten über Porträts bis zu Ansichten von Willingshausen und Umgebung. Zu sehen sind Werke u. a. von Gerhardt von Reutern, Adolf Lins, Carl Bantzer und Sophie Doerr. Ergänzt wird die Ausstellung durch moderne Bilder, die in jüngerer Zeit in Willingshausen entstanden sind.

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt von Vereinigung „Malerstübchen Willingshausen e.V.“, Museum Hochzeitshaus Fritzlar und Museumsverein Fritzlar.

Führungen durch die Ausstellung finden im Oktober und November jeden Donnerstag um 15 Uhr statt
(nur 4 Euro Museumseintritt, keine zusätzliche Führungsgebühr, keine Anmeldung)

25. Januar 2026, 16 Uhr

Virtual Reality zur Fritzlarer Synagoge

Herzliche Einladung zur Eröffnung dieser neuen Ausstellungseinheit

In unserer Reihe „Blick von außen“ findet außerdem
am 29. Januar 2026
um 15 Uhr
eine Führung mit Dagmar Lohmann, Vorstand Geschichtsverein Fritzlar, statt.
Kosten: nur Museumseintritt 4 Euro, keine Anmeldung

Die Fritzlarer Synagoge in der Neustädter Straße wurde am 8. November 1938 verwüstet. Heute steht an dieser Stelle ein Wohnhaus und eine Gedenktafel erinnert an die Synagoge. Mit einer VR-Brille und einem ergänzenden Film ist nun ihre digitale Rekonstruktion im Museum zu erleben. Beide Medien sind in die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte integriert, wo bereits jüdisches Leben in Fritzlar mit historischen Fotos und einer Hörstation veranschaulicht wird. Der Film bietet eine erweiterte Vermittlungsebene, und der zusätzliche Einsatz von VR macht die Synagoge in besonderer Weise wieder sichtbar. Damit reiht sich das Fritzlarer Museum in ein bundesweites Projekt zur virtuellen Rekonstruktion von Synagogen in Deutschland ein. Dies wird weitere Forschungen anstoßen.

Um jüdisches Leben in Fritzlar auch jüngeren Menschen näherzubringen, entwickelten Annika Wagner und Stephanie Kersten, Lehrerinnen aus Fritzlar, mit der Museumsleiterin Stefanie Mnich ein inklusives Geschichtsprojekt für alle Schulformen, das man buchen kann. Im Mittelpunkt stehen Biografieboxen, die einen forschenden und praktischen Zugang ermöglichen. Lernende setzen sich mit zwei Lebensgeschichten ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Fritzlar auseinander. Sie erkunden diese Biografien anhand von Gegenständen, historischen Quellen sowie einem Interview mit einer Zeitzeugin und spüren auch früherem jüdischen Leben in der Stadt nach. Ergänzend sollen iPads zum Einsatz kommen. Mit der App GoTalkNow und Metatalk-Symbolik soll die Kommunikation unterstützt und allen Lernenden eine aktive Teilhabe ermöglicht werden. Das gesamte Projekt wird realisiert durch den Fritzlarer Geschichtsverein, den Museumsverein Fritzlar, den Museumsverband Hessen sowie den Landesverband der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Hessen e.V. in Zusammenarbeit mit der Firma Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU Darmstadt, unter Leitung von Dr.-Ing. Marc Grellert.

Bildnachweis:
Bild 1: Stephanie Kersten (links) und Annika Wagner (rechts) entwickelten ein inklusives Geschichtsprojekt für alle Schulformen; Foto: Carmina Volkers
Bild 2: Praktikantin Jette Pfeifer mit VR-Brille; Foto: Museum Hochzeitshaus Fritzlar
Bild 3: Ausstellungseinheit inklusive Film zur Fritzlarer Synagoge; Foto: Museum Hochzeitshaus Fritzlar
Bild 4: Historische Aufnahme der Fritzlarer Synagoge, um 1930; Foto: Stadtarchiv Fritzlar

12. März 2026, 18 Uhr

Vortrag von Dr. Cornelia Kurz,
über das Fritzlarer Mammut

Das Fritzlarer Mammut

Im Museum wird der Mammutoberkiefer mit einem erhaltenen Backenzahn gezeigt. Das Tier lebte ca. 80.000 v. Chr. Seine Knochen wurden in den 1950er Jahren im Fritzlarer Stadtgebiet gefunden.
Dr. Cornelia Kurz ist Kustodin für Geologie und Paläontologie am Naturkundemuseum Kassel und hat uns bei der Neukonzeption unseres Museums unterstützt. In unserer Reihe „Blick von außen“ berichtet sie aus Sicht der Wissenschaftlerin über den spannenden Fund.

Donnerstag, 12. März 2026, 18 Uhr
Kosten: nur Museumseintritt 4 Euro

 

18. April bis 2. August 2026

Hommage to Photography – 200 Jahre Fotografie

Herzliche Einladung zur Eröffnung:

Freitag, 17. April 2026, 18 Uhr, Eintritt frei

Dieses Jahr feiert die Fotografie ihr zweihundertstes Jubiläum. Obwohl das Medium heute allgegenwärtig wirkt, war es vor zwei Jahrhunderten noch völlig unbekannt.
Der Weg zur modernen Fotografie begann 1826 mit dem französischen Erfinder Joseph Nicéphore Niépce (1765–1833). Als Pionier der Bildaufnahme experimentierte er mit Methoden zur Fixierung von Lichtbildern. Seine bedeutendste Errungenschaft war die Heliografie, der erste Schritt zur heutigen Fotografie und der Ursprung des ersten dauerhaften Fotos der Welt. Dieses älteste erhaltene Foto zeigt den Blick aus Niépces Fenster in Le Gras.

Erstmals öffentlich präsentiert die Ausstellung „Hommage to Photography – 200 Jahre Fotografie“ Bilder aus der Sammlung „The Antonius-Collection“. Der deutsch-amerikanische Fotograf und Fotokünstler Antonius hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten Glasplatten- und Zelluloid-Negative aus der Zeit von ca. 1860 bis 1960 zusammengetragen. Zu sehen sind Aufnahmen bekannter Persönlichkeiten wie Marilyn Monroe, George Bernard Shaw, Gandhi und Marlene Dietrich, Ansichten von Metropolen wie New York, Berlin und Paris, aber auch Familienaufnahmen, Stillleben und Alltagsszenen. Auf diese Weise bietet die Fritzlarer Schau einen Überblick über Vielfalt, Können und Kreativität aus der Frühzeit dieses Mediums bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts. Die ausgestellten Bilder markieren den Beginn einer Revolution, die Kunst, Wissenschaft und unser kollektives Gedächtnis nachhaltig verändert hat. Wie Fotografie heute genutzt wird, zeigen Filmführungen mit dem Fotokünstler Antonius, der historische Fotografien durch KI-Animationen lebendig werden lässt. An einer Selfie-Station kann man sich außerdem vor Ort schnell selbst fotografieren, zum Beispiel vor der Silhouette Fritzlars oder New Yorks.

Filmvorführungen:

28. April 2026, 18 Uhr und am Internationalen Museumstag, 17. Mai 2026, dann im Rahmen eines Museumsfrühstücks, Anmeldung hierzu erforderlich bei Maria Reitz, maria_reitz@yahoo.de

Bildnachweis:
Bild 1: Gary Cooper/June Collyer, Hollywood, Fotografie, 1930; Foto: The Antonius-Collection
Bild 2: Brooklyn Bridge/Skyline Manhattan, New York, Fotografie, 1947; Foto: The Antonius-Collection
Bild 3: Wasserspiel, Frankreich, Fotografie, um 1880; Foto: The Antonius-Collection
Bild 4: Canale Grande, Venedig, Fotografie, um 1900; Foto: The Antonius-Collection
Bild 5: The Diver, England, Fotografie, 1910; Foto: The Antonius-Collection
Bild 6: Landpartie, Deutschland, Fotografie, ca. 1922; Foto: The Antonius-Collection
Bild 7: An einem Sonntag in der Provence, Frankreich, Fotografie, ca. 1870; Foto: The Antonius-Collection
Bild 8: Laurel & Hardy, USA, Fotografie, ca. 1932; Foto: The Antonius-Collection

9. Juni 2026, 18 Uhr

Vortrag von Dr. Ulrike Sbresny, wissenschaftliche Leiterin Freilichtmuseum Hessenpark

Die Bedeutung von Fotografien als Quellen der Alltagskultur im Freilichtmuseum Hessenpark

Das Freilichtmuseum Hessenpark bewahrt als Museum für Alltagskultur des Landes Hessen eine Sammlung von über 200.000 Objekten. Das Museum gilt als das „lebendige Gedächtnis“ Hessens.

Derzeit informieren 114 Gebäude durch ihre Einrichtungen oder Ausstellungen über das Wohnen, Arbeiten, Feiern und Glauben in Hessen vom 17. Jahrhundert bis in die 1990er-Jahre. Bewusst werden aktuelle Debatten aufgegriffen. Themen wie Biodiversität und Nachhaltigkeit sowie Migration, Integration, Flucht und Vertreibung gehören zu den Leitthemen des Museums.

Zur Erforschung der oft stark von persönlichen Erfahrungen geprägten Alltagskultur sind Fotografien als Quellen besonders wertvoll. Das Freilichtmuseum Hessenpark verfügt daher neben dreidimensionalen Objekten über eine Sammlung von Fotografien. Diese liegen analog (Glasplatten, Kleinbildnegative, Positive, Dias und Ferrotypien) oder digital vor. Der Vortrag informiert über die Bedeutung der Fotografie für die Alltagskulturforschung und gibt Einblicke in die Sammlungsbestände des Museums.

Informationen zur Referentin
Geb. 1978 in Herborn. Studium der Kunstwissenschaft, Neueren Geschichte und Medienwissenschaft in Braunschweig und Wien. 2016 Promotion an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig zum Thema „Sammlungen des Adels – Bedeutung, Kulturgüterschutz und die Entwicklung der Welfensammlung nach 1918“. 2005-2012 und 2014-2016 Sammlungsbetreuung/kuratorische Tätigkeit Richard Borek Stiftung Braunschweig. 2016-2020 Leiterin Schlossmuseum Braunschweig und Geschäftsführerin Stiftung Residenzschloss Braunschweig. Seit 2021 Fachbereichsleiterin Wissenschaft, seit 2024 wissenschaftliche Leiterin Freilichtmuseum Hessenpark.

Dienstag, 9. Juni 2026, 18 Uhr
Kosten: 5 Euro

18. Juni 2026, Konzert 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr

Konzert

„Wege in der Schwebe“ – Konzert der Akkordeonistin Cathrin Pfeifer, eine Verzauberin auf dem Accordeon, mit Stimme und Live-Elektronik

Die Berlinerin Cathrin Pfeifer ist eine von Deutschlands bekanntesten Akkordeonspielerinnen. Ob als virtuose Solistin, als Kammermusikpartnerin, in ihrem Trio Trezoulé oder ihrer Acoustic World Band – Cathrin Pfeifer beweist eindrucksvoll, dass ihr Instrument weit mehr ist als „Schifferklavier“ oder „Quetschkommode“. Das Akkordeon ist „Instrument des Jahres 2026“.

Freuen Sie sich auf dieses mitreißende Konzert im Hochzeitshaus.
Bewirtung durch den Museumsverein Fritzlar.
Eintritt frei

Unser Angebot für Ihren besonderen Anlass

Führung mit anschließendem kurzen Stadtrundgang

Für besondere Anlässe gestalten wir Ihnen eine Führung inklusive Stadtrundgang. Die Führung kann für Geburtstagsfeiern, Jubiläen etc. gebucht werden.

Im Museum können Sie die wichtigsten Meilensteine der Fritzlarer Stadtgeschichte sowie die vielen bedeutenden Bauwerke dieser Stadt kennenlernen und diese dann bei einem Rundgang durch die mittelalterliche Stadt als erlebte Geschichte hautnah und unmittelbar erfahren. Dass dies in Fritzlar so möglich ist, stellt einen Glücksfall der Geschichte dar. Beispielhaft sind hier der Dom St. Peter, der Graue Turm und das Rathaus zu nennen, das als eines der ältesten Amtshäuser Deutschlands gilt.

Aus der engen Verknüpfung unseres Museums mit dem mittelalterlichen Erscheinungsbild der Stadt ergibt sich das Thema dieser besonderen Führung:

Mittelalter – nicht nur düster

Das Mittelalter war eine finstere Zeit: Hunger, Armut und Schmutz allerorten, Krieg und Krankheiten allenthalben. So lautet das gängige Klischee, das natürlich zu kurz greift.

In dieser Führung möchten wir einen greifbaren Einblick in den Alltag der Menschen im mittelalterlichen Fritzlar geben und auch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur heutigen Zeit sprechen. Die genannten Vorurteile über das „düstere“ Mittelalter werden thematisiert.
Der zeitliche Fokus der Führung durch das Museum und des anschließenden kurzen Rundgangs durch die Stadt liegt dabei auf dem Spätmittelalter, als die Aufteilung der Fritzlarer Stadtgesellschaft in Patriziertum, Zünfte und Randgruppen gefestigt war. Gemeinsam schauen wir auf die Lebensumstände in einer wachsenden, dicht bebauten mittelalterlichen Stadt. Sie erfahren, wie die Menschen sich vor mittelalterlichen Gefahren wie der Pest oder einem Überfall durch feindliche Truppen zu bewahren suchten.
Zum Stadtrundgang erhalten Sie einen Stadtplan und Erläuterungen mit Fragen zu den Besichtigungspunkten. Aus den richtigen Antworten ergibt sich ein Lösungswort: Wer findet es heraus?

Buchung unter museum@stadt-fritzlar.de
Dauer: 1,5 Std.
Kosten: 60 Euro zzgl. 2 Euro pro Person

Für Groß und Klein

Happy Birthday – Geburtstage im Museum!

Ein unvergessliches Fest an einem ganz besonderen Ort feiern!

  • ab 5 Jahren
  • ab 90 Minuten
  • ab 30 Euro

Informationen und Anmeldung: Stefanie Mnich

Tel.: (0 56 22) 79 85 97 oder museum@stadt-fritzlar.de

Buchbar unter museum@stadt-fritzlar.de

"Blick von außen" mit der Künstlerin Michaela T. Spellerberg

Zur Veranschaulichung finden Sie hier einen kurzen Film. (Filmdauer: ca. 40 Sek.)

Experimentelle Werkstatt zur Technik „Frottage“ mit der Künstlerin Michaela T. Spellerberg inkl. einer kurzen Einführung in die Fritzlarer Stadtgeschichte mit Stefanie Mnich

Geeignet für Kindergruppen ab 8 Jahren oder Erwachsenengruppen (mind. je 5 Pers.)

Im historischen Hochzeitshaus von 1580/90 mit seiner atemberaubenden Fachwerkkulisse erhalten Sie einen Eindruck von dieser imposanten Fachwerkbauweise und ihrer Nachhaltigkeit. 1300 Jahre Stadtgeschichte Fritzlars möchten wir Ihnen in dieser Führung anhand ausgewählter Exponate vermitteln. Auch die Geschichten hinter den Objekten sind spannend. 

Außerdem soll das Fühlen und Sehen unterschiedlicher Oberflächen wie Stein und Holz geübt werden. Um Ihre feinere Wahrnehmung zu trainieren, gibt es deswegen im Anschluss an die Führung eine praktische Aktion zur Technik „Frottage“.

Experimentelle Werkstatt zur Technik „Frottage“
Kosten: nur Eintritt 4 Euro p. P.
Material vorhanden
Buchung eines Termins (auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich) unter: museum@stadt-fritzlar.de
Dauer: ca. 1,5 Std.

Termine nach Vereinbarung

Kostenlose Führung

Kostenlose Führung im Museumshof zu den Grenzsteinen und dem Renaissance-Portal am Hochzeitshaus mit Doris Hommel-Schäfer, Obfrau für historische Grenzsteine

Kostenlose Führung im Museumshof zu den Grenzsteinen und dem Renaissance-Portal am Hochzeitshaus

Referentin: Doris Hommel-Schäfer, Obfrau für historische Grenzsteine.

Sehen Sie sich mit der Referentin Doris Hommel-Schäfer das Renaissance-Portal am Hochzeitshaus genauer an. Sie werden überrascht sein, was uns die einzelnen Motive mitteilen. Lernen Sie außerdem etwas über die Bedeutung und Gestaltung der historischen Grenzsteine im Museumshof.

Sie können Ihre persönliche, kostenlose Führung unter museum@stadt-fritzlar.de buchen.

Jeden Donnerstag 15.00 Uhr

Öffentliche Führung

Herzliche Einladung zu den öffentlichen Führungen

Jeden Donnerstag findet um 15.00 Uhr eine öffentliche Führung statt, außer Christi Himmelfahrt und Fronleichnam

Kostenfrei, nur Eintritt, keine Anmeldung
TERMINE